Die Neuropharmakologie beschäftigt sich mit Arzneistoffen, die die Aktivität des Zentralnervensystems (ZNS) DIREKT und VORWIEGEND beeinflussen. Direkt bedeutet, dass die Wirkungen unmittelbar über das ZNS und nicht indirekt, z.B. über das Hormonsystem, vermittelt werden.

Die Psychopharmakologie als ein Teilgebiet der Neuropharmakologie beschäftigt sich im engeren Sinne mit Arzneistoffen, die vorwiegend eine Wirkung auf das ZNS ausüben und direkt psychische Prozesse beeinflussen. Deren Zweckbestimmung ist die Beseitigung oder Milderung psychopathologischer Syndrome und psychischer Krankheiten. Man unterteilt Neuro-/Psychopharmaka nach ihrem therapeutisch angestrebten Effekt grob in Antidementiva (Synonym Nootroprika), Antidepressiva (älterer Begriff Thymoleptika), Antipsychotika (Synonym: Neuroleptika), Anxiolytika (Synonym Ataraktika), Hypnotika (Synonym Schlafmittel), Psychostimulanzien (Synonym Psychoanaleptika, Psychotonika), Stimmungsstabilisatoren (Synonym Phasenprophylaktika; englisch „mood stabilizers“) und Arzneimittel zur Behandlung von Abhängigkeit und Entzugssymptomen.