Wohl kaum eine andere Arzneimittelgruppe hat durch ihre Einführung so immense therapeutische Möglichkeiten eröffnet wie die Psychopharmaka. In den über 60 Jahren seit ihrer Entdeckung haben sie vielen psychisch Kranken entscheidend geholfen und dafür gesorgt, dass seelische Krankheiten auch durch Nicht-Nervenärzte (Allgemeinärzte) behandelt werden können. Heute sind die Psychopharmaka aus der Therapie psychischer Erkrankungen nicht mehr wegzudenken.

Die Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP) schreibt einen

„AGNP-Preis für Forschung in der Psychopharmakologie“ in Höhe von 5.000,- EUR aus.

Der seit 1991 etablierte und 2017 zum 14. Mal ausgeschriebene Preis, wird alle zwei Jahre an einen Wissenschaftler oder ein Team von einem Expertengremium auf dem AGNP- Symposium verliehen. Der Preis soll herausragende Forschungsarbeiten auf allen Gebieten (Grundlagenforschung, tierexperimentelle Studien, klinische Forschung, etc.) anerkennen. Die Forschungsarbeiten sollten eine Antwort auf eine neue wichtige Fragestellung zum Verständnis oder zur Behandlung psychischer Krankheiten des Menschen liefern.

Die Forschungsergebnisse sollen in den letzten drei Jahren vor Ausschreibung des Preises in internationalen Wissenschaftsjournalen mit Peer-Review-System publiziert oder zur Publikation angenommen worden sein.

I. AUSSCHREIBUNGSBEDINGUNGEN

Artikel 1: ART UND ZIEL DES PREISES

Der „AGNP-Preis für Forschung in der Psychopharmakologie“ wird alle zwei Jahre für herausragende Forschungsarbeiten aus den letzten drei Jahren auf dem Gebiet der Behandlung seelischer Krankheiten an einen Wissenschaftler oder ein Team verliehen.

Artikel 2: BEWERBUNGSVERFAHREN

Prämiert werden eine oder mehrere wissenschaftliche Originalarbeiten, tierexperimentelle Arbeiten können ebenfalls berücksichtigt werden, sofern sie zur Klärung relevanter Fragestellungen im Rahmen seelischer Krankheiten dienen.

Artikel 3: VERGABE DES PREISES

Über die Preisvergabe und die zugrunde liegenden Forschungsarbeiten und Forschungsvorhaben wird jeweils anlässlich der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der AGNP berichtet.

Für Entscheidungen des Vorstands zur Vergabe des Preises ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Der bzw. die Preisträger berichtet(n) in einer Vortragsveranstaltung im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der AGNP über seine (ihre) Forschungsergebnisse.

Über die Preisvergabe und die zugrunde liegenden Forschungsarbeiten und Forschungsvorhaben wird jeweils anlässlich der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der AGNP berichtet.

II. RICHTLINIEN ÜBER DIE BEWERBUNG

1. Bewerbungen um den AGNP-Preis sollten folgende Angaben enthalten:

a. Lebenslauf

b. Schriftenverzeichnis

c. Preisarbeit (einschl. tierexperimentelle Untersuchungen)

Die Bewerbungen müssen als Ausdruck in sechsfacher Ausfertigung bis zum 15. Juli des Jahres, in dem ein AGNP-Symposium stattfindet, beim Geschäftsführer der AGNP eingegangen sein. Eine elektronische Einreichung ist nicht möglich.

Bewerbungen werden an den Geschäftsführer der AGNP bis zum 15. Juli 2017 erbeten:

Prof. Dr. Axel Steiger

Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Kraepelinstr. 2-10
80804 München

Tel.: 089 / 306 22 236, Fax: 089 / 306 22 7548

E-mail: steiger@psych.mpg.de